Montag, 6. Februar 2016 Tags: , 0 Kommentare

Praktikum - sinnvoll oder billige Arbeitskraft?

Viele Studiengänge erfordern das Absolvieren eines oder mehrerer Praktika. Jedoch auch ohne die explizite Aufforderung in der aktuellen Studienordnung kann es durchaus sinnvoll sein, für eine Zeitlang die Schulbank zu verlassen und stattdessen ein wenig Berufsluft zu schnuppern.
Woran erkennen die jeweiligen Bewerber jedoch ein kompetentes Unternehmen, welches die Studenten nachweislich weiter bringt und ihnen hilft, die Weichen für das spätere Leben und die damit verbundene Karriere zu stellen?

Generell muss hier klar gesagt werden, dass die Unternehmen, die ihre Praktikanten für ihre Tätigkeit entlohnen sehr rar sind. Das höchste der Gefühle besteht meist in der Übernahme von etwaigen Fahrtkosten. Es ist daher in jedem Falle sinnvoll, nicht mit dem Gedanken, bei einer Praktikumsdauer von vier Wochen das große Geld zu verdienen, loszuziehen.
Realistisch betrachtet dient das Praktikum mehr den Studenten als dem Unternehmen, welches im Idealfall versucht, Einblicke in sämtliche Bereiche der Arbeitswelt zu geben.

Stutzig werden sollten Bewerber in jedem Fall, falls sich herausstellt, dass unverhältnismäßig viele Plätze zur gleichen Zeit vergeben werden. Hier werden die Praktikanten wirklich meist nur als günstige Arbeitskräfte gesehen und eine individuelle Betreuung bleibt aufgrund der hohen Anzahl auf der Strecke.

Ein Praktikum unter vier Wochen wird von den wenigsten Firmen angeboten und macht -genauer betrachtet- relativ wenig Sinn. Speziell große Firmen bieten die Möglichkeit, sich ein Bild von der Arbeit in vielen Abteilungen zu machen. Hierfür braucht es Zeit und vor allem Aufgeschlossenheit, sich mit neuen Aufgaben vertraut zu machen, auch wenn diese auf den ersten Blick uninteressant erscheinen mögen.
Die meisten Firmen nehmen viel Rücksicht auf die persönlichen Interessen ihrer Praktikanten, was zur Folge hat, dass der ursprünglich festgelegte Verlaufsplan individuell angepasst werden kann.

Auf der Suche nach dem perfekten Praktikumsplatz werden die meisten Interessenten über das Internet und die einschlägigen Plattformen fündig. Diese vermitteln - wider vielen Vorurteilen- nicht ausschließlich Festanstellungen, sondern sind zu einer der ersten Anlaufstellen für Studenten geworden, die einen Blick über den berühmten Tellerrand wagen möchten.

Ob es sich nun lohnt, ein längeres oder mehrere kurze Praktika zu absolvieren, liegt letzten Endes natürlich an der persönlichen Einstellung des Bewerbers.
Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass es -auch im Hinblick auf eine spätere berufliche Bewerbung- sinnvoll ist, sich in vielerlei Bereichen bewährt zu haben. Personalchefs schätzen Mitarbeiter, die sich bereits in der Vergangenheit ein eingehendes Bild bezüglich ihrer angestrebten Tätigkeiten machen konnten.

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