Requirements Engineering automatisierter Produktionsanlagen

- am Beispiel flexibler Fertigungssysteme -


(same information in englisch)

Forschungsinhalte

Die Entwicklung automatisierter Produktionsanlagen unterliegt harten Anforderungen durch die Steigerung der Komplexität und des Automatisierungsgrads der Anlagen (siehe Abbildung), die Verkürzung der Innovationszyklen und den weltweiten Wettbewerb zwischen den Anbietern. Um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, ist es daher erforderlich das Verbesserungspotential im Unternehmen möglichst weitgehend zu nutzen. Eine der Kernaufgaben ist in diesem Zusammenhang die optimale Gestaltung des Entwicklungsprozesses.
Entwicklung der Kostenanteile für die Teilsysteme einer Produktionsanlage (nach [Schelberg94])

Die derzeitige Praxis bei der Planung und Realisierung von Produktionsanlagen berücksichtigt die in der Abbildung dargestellte Entwicklung nicht hinreichend. So liegt häufig ein erhebliches Defizit hinsichtlich der Integration der Mechanik-, Elektr(on)ik- und Softwareplanung vor. Dies äußert sich unter anderem in einer späten Einbeziehung der Softwareentwickler und der häufig mangelhaften Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachbereichen.

Unser Ziel ist daher die Entwicklung einer Methodik für die fachübergreifende Erarbeitung und die formalisierte Dokumentation von Anforderungen an Produktionsanlagen als Basis für eine zeitparalle Entwicklung. Dabei wird insbesondere die Problematik der Abstimmung mit den Kunden und der bausteinorientierten Entwicklung betrachtet. Wir erarbeiten am komplexen Beispiel flexibler Fertigungssysteme konkrete Lösungen.
 
[Schelberg94] H.-J. Schelberg, Objektorientierte Projektierung von SPS-Software, Forschungsberichte des wbk, Band 57, 1994

Ansprechpartner:

Gunnar Billing und Robert Sandner
 
   Gunnar Billing, 02.03.98