Forschungsprojekt FORSOFT FORSOFT Teilprojekt ZEN         SEKAS GmbH


Software Engineering von FORSOFT unterstützt SEKAS:

Ein von FORSOFT entwickeltes Software Engineering Vorgehen in der Praxis


München - Wissenschaftler der TU München unterstützen im Rahmen des Projekts FORSOFT aktiv den F&E Bereich der Firma SEKAS im Hinblick auf objektorientierte Technologien und die Entwicklung wiederverwendbarer Komponenten. Neben Schulungen im Bereich objektorientierter Techniken und der Evaluierung von CASE-Tools wurde ein von FORSOFT entwickeltes Prozessmodell in der Praxis etabliert.

Die aktuellen Bestrebungen im Bereich F&E bei SEKAS haben zum Ziel, durch die Einführung objektorientierter Technologien und die Entwicklung wiederverwendbarer Komponenten im Bereich Fertigungsautomatisierung, Entwicklungszeit und -aufwand für spezifische Kundenlösungen zu reduzieren. Zudem soll die Qualität dieser speziellen Lösungen verbessert werden, indem zuverlässige Einzelkomponenten zu einem speziell auf die Kundenwünsche und -bedürfnisse abgestimmten Gesamtsystem zusammengefügt werden können.

Aus der Erfahrung der bereits im Bereich Fertigungsautomatisierung durchgeführten Projekte wird ein Baukasten an Komponenten erstellt, der für weitere Projekte in diesem Bereich eingesetzt wird. Durch den Einsatz der Komponenten wird es möglich sein, die Entwicklungsdauer und die Kosten für solche Projekte zu senken, sowie die Qualität unserer Endprodukte zu steigern.

PROQUIS ist eine Sammlung von Standardkomponenten aus dem CAM/CAQ Bereich. Diese Komponenten wurden - basierend auf der mehr als 10-jährigen Erfahrung der SEKAS GmbH in der Fertigungsautomatisierung - in enger Zusammenarbeit mit Endkunden entwickelt. PROQUIS-Komponenten sind wiederverwendbar, äußerst zuverlässig und hochgradig konfigurierbar gestaltet, so dass ein schneller und kosteneffizienter Aufbau von Produktionsleit- und Qualitätsinformationssystemen ermöglicht wird.

Die Entwicklung der PROQUIS-Komponenten erfolgte auf dem neuesten Stand der Technik. So wurde ein mit der TUM entwickeltes Prozessmodell zur objektorientierten Erstellung von Standard-Komponenten für die Entwicklung eingesetzt. Die Realisierung erfolgte mit Hilfe eines CASE-Tools für objektorientierte Analyse & Design der Komponenten. Als Beschreibungssprache für die Modellierung der Komponenten diente UML.

Die Einführung von objektorientierter Analyse und Design, Domain Analyse, Design Patterns und Java in diesem Projekt wurde in enger Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der TU München im Rahmen von Schulungen durchgeführt. In diesem Umfeld werden gezielt objektorientierte Techniken geschult und eingesetzt. Die Schulungsteilnehmer konnten dabei von den neuesten Erkenntnissen der Forschung profitieren. Im Anschluss daran sind weitere firmeninterne Schulungen geplant.

Im Verlauf des Projekts wurde auch eine Evaluierung von CASE-Tools durchgeführt, die in Zusammenarbeit mit der TU München entstanden ist. Dabei wurde eine Auswahl von bekannten Tools unter Gesichtspunkt vorher festgelegter Bewertungskriterien untersucht und bewertet. Aufgrund dieser Bewertung wurde ein CASE-Tool erworben, das inzwischen erfolgreich im Einsatz ist.

Des weiteren ermöglicht die Verwendung von Java und CORBA den zuverlässigen Einsatz der PROQUIS-Komponenten in einer stark verteilten und heterogenen System-Landschaft. Hierbei floss ebenfalls das umfangreiche Know-how der Wissenschaftler der TUM im Bereich Softwarearchitekturen und innovative Technologien wie Java und CORBA in die F&E Bestrebungen von SEKAS mit ein.

 

Vorteile einer Zusammenarbeit mit FORSOFT aus der Sicht von SEKAS:

Herr Dr. Bunsen, Geschäftsführer der SEKAS GmbH, hierzu: "Durch den effizienten Know-how-Austausch mit Projekten wie FORSOFT am Lehrstuhl von Professor Broy konnten wir unsere Position im Markt wirkungsvoll verbessern. Maßgeblich für das Gelingen dieses Know-how Transfers zwischen Universität und Praxis war hierbei das Projekt ZEN als Teil von FORSOFT."

 

SEKAS GmbH - Software Engineering für Kommunikations- und AutomatisierungsSysteme, München

Seit dem Gründungsjahr 1988 ist die Firma SEKAS (http://www.sekas.de) ein kompetenter Partner für die Lösung komplexer Aufgaben. SEKAS bietet Software-Technologie auf hohem Niveau - fürs Messen, Steuern, Regeln.

"Wir konzipieren und konstruieren Komplett- und Teilsysteme für die rechnerintegrierte Produktion. Unsere Teams erstellen Programmumgebungen und Programme für rechnergestützte Fertigung (CAM), rechnerunterstützte Qualitätssicherung (CAQ) und automatisches Testen (CAT)."

 

Technische Universität München, FORSOFT II und ZEN

Die Technische Universität München ist u.a. auf dem Gebiet der Informatik eine der führenden Universitäten in Europa.

Verschiedene Fakultäten der TU München sind im Forschungsverbund FORSOFT II integriert. Messbare Beherrschung und durchgängige Gestaltung des Software-Engineering machen den zentralen Kern von FORSOFT II aus. FORSOFT II konzentriert sich hierbei auf die Softwaretechnik in herausragenden Einsatzgebieten unter Einschluss betriebswirtschaftlicher Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Leitthemen Durchgängigkeit, Wandlungsfähigkeit und Interoperabilität.

Das Teilprojekt ZEN ist für die Bereitstellung einer einheitlichen Basis der FORSOFT Methodik verantwortlich, die kontinuierlich weiterentwickelt und konsolidiert werden soll. Weiterhin beschäftigt sich ZEN mit der projektübergreifenden Koordination eines Validierungs- und Weiterentwicklungs-Prozesses. Die Korrelation der Ergebnisse aus den Teilprojekten und deren Integration sowie die proaktive Einbeziehung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sind weitere Aufgabengebiete von ZEN. Das Spektrum für gemeinsame Aktivitäten mit dem KMUs differierte hierbei von Kontaktvermittlung für andere Teilprojekte, Organisation von Workshops, die Erstellung von Architekturgutachten, etc. Außerdem fanden zahlreiche studentische Arbeiten in Form von Systementwicklungsprojekten und Diplomarbeiten statt.