Der Forschungsverband FORSOFT II fördert den Transfer von universitärem Wissen in die Industrie
FORSOFT II / Teilprojekt ZEN:
Wissenschaftliche Innovationen für die Praxis
Tiefgehendes Know-How im Bereich des Software Engineerings ist in der Industrie heutzutage von größter Bedeutung für die Erfolgschancen eines Unternehmens. Aufgrund der extrem hohen Dynamik in diesem Gebiet müssen Forschungsergebnisse möglichst schnell und effektiv aus dem universitären Umfeld ihren Weg in die Industrie finden. Diese Zielsetzung verfolgt der bayerische Forschungsverbund FORSOFT II. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens erarbeitet eine Reihe von Wissenschaftlern in enger Kooperation mit der Industrie Ergebnisse, die von nachhaltiger Relevanz für die Industrie sind. Beispiele hierfür sind die erfolgreiche Umsetzung eines Patents in einem Smartcard-System in der Tourismusbranche sowie die Realisierung des Prototyping-Tools "DesignIt" durch das FORSOFT-Teilprojekt ZEN.
Die multifunktionale Gästekarte ersetzt das Zahlungsmittel im öffentlichen Nahverkehr, gewährt Einlass in Sport-Arenen und Kulturhäuser und öffnet darüber hinaus den Zugang zum eigenen Hotel. Beim Zugang zu vorab gebuchten Einrichtungen wie z.B. Hotel und Schwimmbad erlaubt die Karte einen einfachen und unbürokratischen Zutritt; die Karte unterstützt hierbei die Authentifizierung des Kunden. Damit entfällt das Vorzeigen von diversen Papierdokumenten.
Gemeinsam mit Studenten und Wissenschaftlern der TU München wurde hierfür der Demonstrator „AquaCard II" entwickelt, der den Einsatz der Smartcard-Technologie in der Version 1.2 prototypisch evaluierte.
Diese Lücke soll durch das Werkzeug "DesignIt" geschlossen werden. DesignIt erlaubt es, ablauffähige Prototypen aus UML-Modellen, die in CASE-Tools erstellt wurden, zu erzeugen. Ein Codegenerator erzeugt die durch UML und OCL spezifizierten Java-Komponenten. Diese können dann in einer Laufzeitumgebung, welche ebenfalls Bestandteil von DesignIt ist, ausgeführt werden. Die generierten Architekturprototypen können nun in einer Debug- Umgebung getestet und validiert werden.
Verschiedene Fakultäten der TU München sind im Forschungsverbund FORSOFT II integriert. Messbare Beherrschung und durchgängige Gestaltung des Software-Engineering machen den thematischen Schwerpunkt von FORSOFT II aus. FORSOFT II konzentriert sich hierbei auf die Softwaretechnik in herausragenden Einsatzgebieten unter Einschluss betriebswirtschaftlicher Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Leitthemen Durchgängigkeit, Wandlungsfähigkeit und Interoperabilität.
Das Teilprojekt ZEN (Zentrum für Technik, Methodik und Management der Software- und Systementwicklung) ist für die Bereitstellung einer einheitlichen Basis der FORSOFT Methodik verantwortlich, die kontinuierlich weiterentwickelt und konsolidiert werden soll. Weiterhin beschäftigt sich ZEN mit der projektübergreifenden Koordination eines Validierungs- und Weiterentwicklungs-Prozesses. Die Korrelation der Ergebnisse aus den Teilprojekten und deren Integration sowie die proaktive Einbeziehung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sind weitere Aufgabengebiete von ZEN. Das Spektrum für gemeinsame Aktivitäten mit kleinen und mittelständischen Unternehmen differiert hierbei von Kontaktvermittlung für andere Teilprojekte, Organisation von Workshops, die Erstellung von Architekturgutachten, etc. Außerdem finden in Zusammenarbeit mit Industriepartnern zahlreiche studentische Arbeiten in Form von Systementwicklungsprojekten und Diplomarbeiten statt.
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FORSOFT II:
Prof. Dr. Manfred Broy
Telefon: +49 89 289 28161 |
Teilprojekt ZEN:
Andreas Rausch
Telefon: +49 89 289 28362 |