iteratec entwickelt wiederverwendbares Framework in Zusammenarbeit mit der TUM:
Frameworks: Von der Forschung in die Praxis
München – Die Wiederverwendung von Software-Artifikaten in
Form von Referenzarchitekturen, Designdokumenten, Frameworks bis hin zu Code
stellt für konkurrenzfähige Unternehmen im Web-Zeitalter ein absolutes MUSS
dar. Die gemeinsame Entwicklung eines Basis-Frameworks durch junge innovative
Wissenschaftler der Technischen Universität München und Mitarbeiter der Firma
iteratec ermöglicht es, komplexe Anwendungskomponenten schnell und in einer
hohen Qualität zu erstellen.
Der Fokus der Firma iteratec liegt auf der Erstellung von Software mit einem
hohen Qualitätsanspruch, die individuell auf die Anforderungen der Kunden
zugeschnitten ist. Basis hierfür ist eine dem Projekt angemessene, saubere,
verständliche und tragfähige Architektur sowie ein gutes Design.
In kundenspezifischen Softwareprojekten wird eine technische Basis entwickelt,
die als Bestandteil einer technischen Architektur speziell auf die Anforderungen
des Projekts abgestimmt ist. Diese technische Basis bildet die Grundlage zur
Implementierung der fachlichen Anforderungen des konkreten Projekts. Sie besteht
aus definierten Basisfunktionen und Basiskomponenten. Basisfunktionen stellen eine
Reihe von Basis-Services wie z.B. Exception Handling, Messaging, Tracing, Logging
und Konfiguration bereit, die von den Basiskomponenten und fachlichen Komponenten
verwendet werden. Die Basiskomponenten definieren den Rahmen der Anwendung und das
Zusammenspiel der Anwendungskomponenten. Hierunter fallen u.a. die Dialogsteuerung
oder die Datenzugriffsschicht.
Bei der Entwicklung der iteratec Frameworks wird das Ziel verfolgt, aus der
technischen Basis von allen Projekten wiederverwendbare Teile zu extrahieren und
zu konsolidieren. iteratec Frameworks sind also aus technischen Projektergebnissen
extrahierte und konsolidierte Bestandteile. Dies können sowohl Designdokumente,
Cookbooks oder technische Architekturen als auch Leitlinien und Checklisten bis
hin zu komplett lauffähigen Frameworks sein.
In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München und dem FORSOFT-Projekt
ZEN wurde für dieses Vorgehen ein Java-Framework für Basis-Services konzipiert,
entwickelt und bereits erfolgreich in einem E-Business Projekt eingesetzt. Das Framework
wurde auf der Basis des Java Application Servers BEA WebLogic (EJB), TOPLink
(objektrelationales Mapping), Apache Web Server und TomCat (JSP) entwickelt.
Evaluierung neuster Technologien und Konzepte außerhalb von zeitkritischen Kundenprojekten in Zusammenarbeit mit ZEN
"Erfahrungsaustausch mit technologisch führenden Instituten und Lehrstühlen ist in der Softwareentwicklung unumgänglich", sagt Frau Inge Hanschke, Bereichsleiterin bei der Firma iteratec GmbH, Gesellschaft für iterative Softwaretechnologien. "Bei der Evaluierung neuester Technologien und Konzepte außerhalb der oft sehr zeitkritischen Kundenprojekte stellt die Zusammenarbeit mit der Forschung, oftmals in der Form von Studentenprojekten, einen entscheidenden Vorteil dar. Die Zusammenarbeit mit dem Forschungsverbund FORSOFT, insbesondere mit dem Teilprojekt ZEN, brachte eine Verbesserung des Prozesses bei der Framework-Entwicklung und somit auch für die Wiederverwendung mit sich."
Die Firma iteratec GmbH
iteratec Gesellschaft für iterative Softwaretechnologien (http://www.iteratec.de)
entwickelt individuelle Softwaresysteme mit modernsten Technologien, z.B. Vertriebssysteme,
e-commerce-Anwendungen usw. Die Vorgehensweise ist iterativ, d.h. das System wird schrittweise
und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelt. Übliche Probleme, z.B. dass die fertige
Anwendung nicht die Anforderungen der Anwender abdeckt, werden dabei vermieden.
iteratec setzt auf die komponentenorientierte Softwareentwicklung unter Einsatz von Frameworks.
Eine der Kernkompetenzen liegt in der Entwicklung von IT-Architekturen sowohl für Internet und
e-Business-Systeme wie auch für alle anderen Architekturen bis hin zu Host-Systemen. iteratec
verfügt über umfangreiche Erfahrung bei der verantwortlichen Abwicklung von Großprojekten und
der Migration von Altverfahren.
Technische Universität München, FORSOFT II und ZEN
Die Technische Universität München ist u.a. auf dem
Gebiet der Informatik eine der führenden Universitäten in Europa.
Verschiedene Fakultäten der TU München sind im
Forschungsverbund FORSOFT II integriert. Messbare Beherrschung und durchgängige
Gestaltung des Software-Engineering machen den zentralen Kern von FORSOFT II
aus. FORSOFT II konzentriert sich hierbei auf die Softwaretechnik in
herausragenden Einsatzgebieten unter Einschluss betriebswirtschaftlicher
Fragestellungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Leitthemen Durchgängigkeit,
Wandlungsfähigkeit und Interoperabilität.
Das Teilprojekt ZEN ist für die Bereitstellung einer
einheitlichen Basis der FORSOFT Methodik verantwortlich, die kontinuierlich
weiterentwickelt und konsolidiert werden soll. Weiterhin beschäftigt sich ZEN
mit der projektübergreifenden Koordination eines Validierungs- und
Weiterentwicklungs-Prozesses. Die Korrelation der Ergebnisse aus den
Teilprojekten und deren Integration sowie die proaktive Einbeziehung von kleinen
und mittelständischen Unternehmen sind weitere Aufgabengebiete von ZEN. Das
Spektrum für gemeinsame Aktivitäten mit dem KMUs differierte hierbei von
Kontaktvermittlung für andere Teilprojekte, Organisation von Workshops, die
Erstellung von Architekturgutachten, etc. Außerdem fanden zahlreiche
studentische Arbeiten in Form von Systementwicklungsprojekten und Diplomarbeiten
statt.