Thematische Einordnung
Um objekt- und komponenten-orientierte Technologien (Java, EJB, COM, .NET, ... ) effektiv in
der Implementierung eines Software-Systems einsetzen zu können müssen wir den Anwendungsbereich
des Systems verstanden, und einen technologieunabhängigen Entwurf entwickelt haben.
Vorgehensmodelle und Methoden für die Software-Entwicklung ( V-Modell, CMM, Wasserfall-Modell, Unified Process, Catalysis, ROOM, FUSION, ... ) sollen uns bei einem systematischen Vorgehen von der Analyse des Anwendungsbereichs, über den Entwurf des Software-Systems bis hin zur Implementierung unterstützen. Beispielsweise können uns Vorgehensmodelle dabei helfen die graphischen Beschreibungstechniken der UML (Unified Modeling Language) gezielt einzusetzen, von der Geschäftsprozessmodellierung bis hin zum Komponenten-Entwurf.
Die Bedeutung von Vorgehensmodellen wird klar, wenn man bedenkt, dass heute fast jedes Software-Unternehmen eine eigene Abteilung für diese Thematik hat.
Aufgabenstellung
Eine bedeutende Rolle im Bereich der Vorgehensmodelle spielt das sogenannte V-Modell,
welches als deutscher Standard etabliert ist. Das V-Modell erschien 1997 in der heute
gültigen Version (VM-97). Wie jeder Standard auf nationaler und internationaler Ebene
ist auch das V-Modell in einem 5-jährigen Zyklus hinsichtlich einer notwendigen Revision
zu betrachten. Diese Arbeit soll dazu beitragen, die Grundlagen für die Entscheidung
hinsichtlich einer neuen V-Modell-Version zu schaffen.
Dazu ist das aktuelle V-Modell zunächst hinsichtlich seiner Schwächen und Verbesserungsmöglichkeiten zu analysieren. Zu diesem Zweck soll auf Grundlage des V-Modells und einer UML-basierten Methode (z.B. Catalysis, Unified Process) ein Fallbeispiel, etwa ein Internet-Buchladen, modelliert werden. Im Vordergrund stehen dabei die Analyse des Anwendungskontexts und ein komponenten-orientierter Entwurf des SW-Systems.
Ziel der Arbeit ist es, aus den bei der Entwicklung des Fallbeispiels erkannten Schwächen des aktuellen V-Modells, Anforderungen an eine neue V-Modell-Version abzuleiten. Zu jeder Anforderung sollte ein Lösungsansatz gegeben werden, wie die jeweilige Anforderung in einer künftigen V-Modell-Version umgesetzt werden kann.
Voraussetzungen
Möglichkeiten
Mitgestaltung eines Vorgehensmodells von internationaler Bedeutung.
Ansprechpartner
Wolfgang Schwerin, Lehrstuhl Prof. Broy, Raum 1560, Tel.: 289 – 25360, schwerin@in.tum.de
Industriepartner
IABG
Aufgabensteller
Prof. Dr. Manfred Broy