Technische Universität München, Institut für Informatik        

Diplomarbeit: Konzeption und prototypische Realisierung einer Komponente zur dynamischen Verwaltung von Assoziationen zwischen Business Components


Thematische Einordnung:

Für den Bau betrieblicher Informationssysteme verspricht man sich durch den Einsatz von Business Components höhere Qualität und schnellere Entwicklung. Business Components sind in sich abgeschlossene, wiederverwendbare Softwarebauteile, die eine Entität aus der realen Geschäftswelt wiederspiegeln. Komponenten-Frameworks, wie z.B. Enterprise Java Beans (EJBs), unterstüzten die Entwicklung solcher Business Components.
Am Lehrstuhl Prof. Broy entstand im Rahmen des Softwaretechnikpraktikums im Sommersemester 2000 das System CROFT zur Verwaltung der Daten des Lehrstuhls mit den Entitäten Person, Projekt, Dokument und Kontakt. Diese Entitäten wurden als Business Components modelliert und mit EJB implementiert.
Beziehungen zwischen Komponenten führen in der Regel zu Abhängigkeiten zwischen deren Implementierungen. Direkte Abhängigkeiten schränken die Wiederverwendbarkeit ein: eine Komponente kann nur zusammen mit den Komponenten verwendet werden, von denen sie abhängt.

Für das System CROFT wurde deshalb ein Assoziationsmanager entwickelt, der die fachlichen Beziehungen zwischen den Instanzen der Business Components verwaltet. Die Beziehungen zwischen den Business Components sind also nicht mehr in ihren Implementierungen enthalten, sondern werden separat modelliert. Damit können weitere Beziehungen hinzugefügt werden oder die Komponenten können in weiteren Systemen mit anderen Beziehungen eingesetzt werden, ohne dass die Business Components selbst angepasst werden müssen. Die bestehende Realisierung weist jedoch noch Schwächen auf, beispielsweise führt momentan die Einführung eines neuen Assoziationstyps zu erheblichem Programmieraufwand.

Auch in der neuen EJB-Spezifikation, Version 2.0, wird ein Konzept für Beziehungen zwischen Entitäten eingeführt: Container Managed Relationships, die es erlauben, Assoziationen zwischen Entity Beans deklarativ zu definieren - ohne den Code der Enterprise Beans ändern zu müssen.
 

Konkrete Themenstellung:

Im Rahmen der Diplomarbeit soll für den Industriepartner sd&m Research GmbH das Konzept des Assoziationsmanagers weiterentwickelt werden.
Der bestehende Assoziationsmanager soll als eigenständige Komponente modelliert werden, die sich nicht auf eine bestimmte Infrastruktur (z.B. EJB) abstützt. Dennoch soll aber eine Integration mit Komponenten-Frameworks, insbesondere EJB, möglich sein. Der Assoziationsmanager soll mit den Konzepten des EJB 2.0 Standard verglichen werden. Anschliessend soll der Assoziationsmanger prototypisch in Java realisiert und anhand des CROFT-Systems erprobt werden. Die Realisierung muss hinreichend performant sein.

Im einzelnen:

Voraussetzungen:

Besonderheit:

Diese Diplomarbeit findet in Zusammenarbeit mit sd&m-Research statt.

Betreuer:

Helmut Duschinger, sd&m-Research

Frank Marschall, TU München, Tel: 089 / 289 22094, Raum 1556

Aufgabensteller:

Prof. Dr. Manfred Broy