Technische Universität München, Institut für Informatik        

Diplomarbeit: Integration von Web-Services mit Hilfe eines konfigurierbaren Software-Adapters


Thematische Einordnung:

Moderne Technologien wie XML und SOAP werden mittlerweile immer stärker zur Integration von Anwendungen zwischen verschiedenen Organisationen genutzt. Während die Zahl der Internet-Anwendungen die eine SOAP-basierte Schnittstelle anbieten ständig wächst existiert nach wie vor eine große Zahl anderer heterogener Technologien über die sich Dienste im Internet nutzen lassen. 

Zwar existieren mittlerweile erste Ansätze die angebotenen Schnittstellen zu standardisieren, diese sind jedoch nur sehr rudimentär und werden nicht zuletzt aus marktpolitischen Erwägungen oftmals von Anbietern nicht unterstützt. Gerade die schnelle Integration verschiedener Services von Drittanbietern in eigene Systeme wird jedoch in zunehmendem Maße zu einem Erfolgsfaktor für web-basierte Anwendungen. 

Die Nutzung neuer Dienste erfordert jedoch nach wie vor eine zeit- und kostenintensive manuelle Anpassung des eigenen Systems an die jeweils verwendeten Technologien, Standards und Verhaltensweisen des Diensterbringers. Der hierzu zur Verfügung  stehende Toolsupport (z.B: eFlow, BizTalk) erweist sich oftmals als unzureichend, da lediglich bestimmte Technologien unterstützt werden und die Verhaltensintegration praktisch völlig manuell erfolgen muss. 

In der vorliegende Diplomarbeit soll ein generischer Applikations-Adapter entwickelt werden, mit dessen Hilfe sich die Schnittstelle von Anwendungen an die Bedürfnisse von Dienstanbietern anpassen lassen. Hierzu soll ein Beispiel-Szenario erstellt werden, in dem eine Palm-basierte Anwendung einen oder mehrere SOAP-Dienste mit Hilfe eines entsprechend konfigurierten Adapters nutzt.

Konkrete Themenstellung:

Im Rahmen der Diplomarbeit soll zunächst eine Einarbeitung in bestehende Technologien und Systeme, wie SOAP, BizTalk, Palm-Programmierung, etc., soweit sie für die weitere Aufgabenstellung relevant sind erfolgen. 

Aufbauend auf bestehenden Grobkonzepten soll eine Architektur für einen generischen Software-Adapter entwickelt und anschließend prototypisch implementiert werden. Wesentliches Merkmal des Adapters ist zunächst die Möglichkeit Schnittstellenbeschreibungen (wie z.B. UDDI) zu verarbeiten um die syntaktische Korrektheit eingehender Nachrichten zu verifizieren. Anhand einer durch den Benutzer angegebenen Konfiguration werden Nachrichten des Dienstnutzers in korrekte Nachrichten für den Dienstanbieter transformiert und umgekehrt. Ggf. wird auch das Interaktions-Verhalten der Anwendungen durch den Adapter angepasst. Ein weiteres gefordertes Merkmal ist ein modularer Aufbau, der eine spätere Erweiterung für dessen Nutzung mit neuen Kommunikations-Technologien und -Standards ermöglicht. 

Darüber hinaus ist ein Beispielszenario in zu konzipieren. Denkbar ist die Nutzung eines oder mehrer Auktionsdienste durch einen Palm-Handheld. 

Szenario

Framwork

Im einzelnen:

Voraussetzungen:

Betreuer:

Frank Marschall, TU München, Tel: 089 / 289 22094, Raum 1556

Aufgabensteller:

Prof. Dr. Manfred Broy