Technische Universität München, Institut für Informatik  


SEP oder Bachelorarbeit:

Realisierung einer Java-Komponente zur Inspektion von Objetktransformationsregeln


Thematische Einordnung:

Durch die immer stärkere Integration verschiedenster Anwendungen im Internet, nicht zuletzt im Bereich des B2B wird es notwendig Daten zwischen Systemen auszutauschen die ursprünglich nicht für den gemeinsamen Einsatz konzipiert waren. Neben der rein technischen Integration, die in diesem Umfeld zumeist durch Technologien wie HTTP, SOAP und XML gewährleistet wird ist es auf konzeptioneller Ebene notwendig die Anwendungsdaten der Systeme zu integrieren. In objekt-orientierten Systeme liegen diese Daten in der Regel in Form von Objektgeflechten vor, für die jeweils unterschiedliche Metamodelle, bzw. Klassenstrukturen existieren.

Mit der Bidirectional Object-oriented Transformation Language (BOTL) existiert eine auf einem Formalismus basierende Sprache zur Transformation von Objektmodellen. Mit Hilfe von BOTL ist es sehr leicht möglich die Transformation von Objektgeflechten mit Hilfe einer graphischen, an die UML angelehnten Sprache zu definieren. So lassen sich graphisch eine Reihe von Regeln definieren in denen festgelegt wird, wie einzelne Auschnitte von Objektmodellen zu transformiert sind. Auf Basis dieser Regeln und dem Ursprungs- und Zielmetamodell  lassen sich bereits Aussagen für beliebige Ursprungsmodelle machen: Ist eine Transformation von Modellen mit dem gegebenen Regelsatz generell möglich? Erzeugt die Transformation immer Modelle die konform zum Zielmetamodell sind? Lassen sich mit einem Regelsatz Modelle bijektiv ineinander überführen?  Erweist sich ein Regelsatz als anwendbar, so lässt sich hieraus der Code für einen passenden Modelltransformator generieren.

Konkrete Themenstellung:

Im Rahmen dieser Arbeit soll eine Java-Komponente zur Überprüfung von BOTL-Transformationsregeln auf verschiedene Eigenschaften erstellt werden. Diese Eigenschaften, welche bereits formal gefasst sind, sind im Einzelnen:

Ziel der Arbeit ist die Erstellung eine Komponente, welche BOTL-Regelwerke in Form von XML-Dateien einlesen kann und diese Regelwerke auf die oben genannten Eigenschaften hin untersuchen kann. Sollten einzelne Kriterien nicht erfüllt sein, so ist der Benutzer über die Art und Stelle der Verletzung der Eigenschaft zu informieren. Hierzu ist eine graphische Benutzeroberfläche zu realisieren.

Das Werkzeug zur Generierung der XML-Dokumente mit den BOTL-Regelwerken und der Codegenerator für die Modelltransformatoren werden parallel in einem SEP und einer DA entwickelt.

Vorgehensweise:

Voraussetzungen:

Betreuer:

Peter Braun, TU München
Frank Marschall, TU München

Aufgabensteller:

Prof. Dr. Manfred Broy


Peter Braun, Frank Marschall, Juli 2002